Trotz wiederholtem Zeugenaufruf gingen bisher keine für die Ermittlungen weiterführende Hinweise ein.
Auch die im Bayerischen Landeskriminalamt sowie im Institut für Rechtsmedizin durchgeführten Untersuchungen erbrachten bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Ergebnisse, die Rückschlüsse auf
die Identität der Mutter oder denjenigen, der den Säugling dort abgelegt hat, zulassen würden.
Weitere spurentechnische und humanbiologische Untersuchungen dauern an.
Weiter ergaben die bisherigen Untersuchungen der im Rahmen einer Hausbefragung in einem Straßenzug in der Isarvorstadt genommenen Speichelproben der dort wohnenden Frauen im gebärfähigen Alter keine Ermittlungsansätze. Bisher sind noch nicht alle in Frage kommenden Frauen erreicht worden. Da bisher wenig Hinweise eingegangen sind, bittet die Münchner Mordkommission nochmals um Unterstützung durch die Bevölkerung. Ein Flugblatt wird im Laufe des heutigen Tages, ausgehend vom Auffindeort im Bereich des nördlichen und südlichen Isarhochufers bis hin zum Straßenzug der Hausbefragung, ausgehängt.
Nachdem die Möglichkeit besteht, dass eine Person bereits vor dem Auffindungszeugen die Plastiktüte, in dem sich der Säugling befand, öffnete, bittet die Mordkommission auch diese Person sich dringend mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Durch die Mordkommission werden in Abstimmung mit der
Staatsanwaltschaft München I, Kapitalabteilung, auch Frauenärzte in München angeschrieben.
Weitere tatrelevante Erkenntnisse liegen derzeit nicht vor. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.
Hier das Plakat des Fahndungsaufrufs:





