Reisebus gestoppt
Polnischer Bus rast mit 130 km/h durch die Nacht
Am Sonntag, 08.08.2010, gegen 12.35 Uhr, kontrollierte die
Münchner Verkehrspolizei einen polnischen Reisebus auf der
Garmischer Straße. Der Bus war den Beamten zuvor aufgefallen,
da der 39-jährige polnische Busfahrer beim Fahren mit dem
Mobiltelefon in der Hand telefoniert hatte.
Bei der Kontrolle des Schaublattes aus dem Kontrollgerät fiel den
Beamten auf, dass der Bus in der Nacht gegen 03.50 Uhr mit
Fahrgästen und einer Geschwindigkeit von 130 km/h unterwegs
war. Erlaubt waren für den Reisebus 80 km/h. Nach Abzug der
Toleranzen bleibt eine Überschreitung von 44 km/h.
An der Stelle, an der der Bus bei zulässigen 80 km/h bei einer
Gefahrenbremsung zum Stehen kommen würde, prallt der
Reisebus bei 130 km/h Fahrgeschwindigkeit noch mit mehr als
110 km/h auf das Hindernis. Dieses hätte fatale Folgen für die
Insassen und andere Verkehrsteilnehmer gehabt.
Des Weiteren hätte der Reisebus spätestens am 01.01.2007 mit
einem Geschwindigkeitsbegrenzer auf 100 km/h nachgerüstet
werden müssen. Auch eine EU-Genehmigung für den
Linienverkehr konnte der polnische Busfahrer nicht vorlegen.
Da der Busfahrer keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat,
bezahlte er sofort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 € für
das zu erwartende Bußgeld. Außerdem erhält er zwei Monate
Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg.








